12. Januar 2014

Call of Juarez : The Cartel (Xbox 360) Spieletest Nr.#152


Spieletest Nr.#152

Call of Juarez : The Cartel (Xbox 360)

Die Gesamtspielzeit beläuft sich auf etwa 7-9 Spielstunden.

Call Juarez : The Cartel ist ein Ego-Shooter.
-Verschiedene Schusswaffen, welche per Levelaufstieg freigeschaltet werden.
-Ein stets unfair gestalteter Schwierigkeitsgrad, welcher mit unzähligen Spieltoden zum puren Frustfaktor werden kann.
-Kooperativ- gemischt mit Versus-Modus, samt Nebenzielen während der Missionen.




Drei Gesetzeshüter aus verschiedenen Behörden (LAPD, DEA und FBI) arbeiten gemeinsam, um ein mächtiges Drogenkartell zu vernichten. Gerade als diese dem Kartell einen verheerenden Schaden zufügen konnten, geraten Ben McCall, Eddie Guerra und Kim Evans in den Fokus der eigenen Behörden und können weder ihren Partnern, noch ihren Vorgesetzten länger trauen.

Call of Juarez : The Cartel - Schlimmer als die Polizei erlaubt!
-Schlechte Synchronisation, ebenso Übersetzung (deutsche Untertitel sind falsch übersetzt).
-Ungenaues Schuss- und Trefferverhalten der Schusswaffen.
-Unfairer Schwierigkeitsgrad (unzählige Spieltode).

Das Fazit zu Call of Juarez : The Cartel (Xbox 360)
Während einiger Missionen müsst Ihr Euer Fahrzeug und die Beifahrer vor Angreifern schützen.
Ben McCall ist stets gereizt und zeigt selten seine freundliche Seite.
Während der Missionen öffnen sich Herausforderungen, welche der schnellere und bessere Schütze gewinnt und so Bonus-Erfahrungspunkte verdient.
Während Ihr Sammelobjekte stehlt (goldene Pistolen, Geldbörse für extra Erfahrungspunkte), solltet Ihr stets unbeobachtet zugreifen.
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Spielspaß : 2-3

-Wenn da nicht...
Sobald Ihr in die Rolle als einer der drei Gesetzeshüter schlüpft, heißt es eines : Losballern, was das Zeug hält.
Selten hinterfragt Ihr die Handlungen der vermeintlichen gesetzestreuen Polizisten, welche zum Großteil den Anschein einer eigenen kriminellen Gruppierung erwecken und schießt Euch von Mission zu Mission.
Zwischendurch folgen Zwischensequenzen mit Dialogen, welche überwiegend inkorrekt übersetzt und somit höchstens zum Überspringen einladen (Zitat : "Ich bin kein Kopf, sondern ein FBI".)

-Wer früher stirbt ist länger tot. 
In Call of Juarez : The Cartel werdet Ihr selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad häufig versterben.
Feinde treffen mit einer äußerst hohen Präzision und in Kombination mit dem schlechten Trefferverhalten Eurer Schusswaffen, ergibt dies Spaß raubende Situationen.
Ebenso dürft Ihr Euch keineswegs von den vorgegebenen Routen oder Pfaden, abseits zum Erkunden von möglichen Geheimobjekten, bewegen.
Diese bedeuten binnen weniger Sekunden das Spielende und Ihr dürft erneut von einem oftmals schlecht platzierten Checkpoint starten (samt Handyanrufe, Dialoge, Zwischensequenzen).

-Herausforderungen
Während Eurer Ballerorgie dürft Ihr Euch in gelegentlichen Herausforderungen probieren, welche neben (erschieße X Feinde mit einem Kopftreffer/Nahkampftreffer/ oder im Konzentrationsmodus), ebenso das aufsammeln und stehlen von Geheimobjekten vorgibt.
Spielt Ihr mit weiteren Mitspielern, so bedeutet dies das Ihr gegeneinander (zusätzlich zu der ohnehin unfairen Todesrate) antretet und Eure Mitspieler des Öfteren wiederbeleben müsst, während diese bei den Versuchen scheitern.
Der gemischte Kooperativ- und Versus-Modus wurde nicht völlig durchdacht, welcher im Eifer des Gefechts selten funktioniert.

-Bugs und Glitches.
Gravierende Fehler traten besonders beim Neustart eines Kontrollpunktes auf, welche neben magisch auftauchenden, oder gar verschwindenden Feinden, ebenso das Aussetzen der K.I. aufwies.
So konnten wichtige Skripte nicht ausgelöst und letztendlich die Mission abgeschlossen werden, da Zäune oder Türen nicht geöffnet wurden.
Einige Missionen mussten so zusätzlich erneut von vorne begonnen werden (trotz Update!).

-Level-Up!
Mit jedem Levelaufstieg und voranschreiten der Kapitel, schaltet Ihr automatisch neue Schusswaffen frei.
Pistolen, Revolver, Schrotflinten oder Gewehre stehen hierbei zur Auswahl.
Zu Eurer Ausrüstung zählen neben zwei Handfeuerwaffen, einer Handgranate ebenso eine Hauptwaffe (Schrotflinte, Maschinenpistole oder Gewehre).
Leider erscheint der Großteil der Schusswaffen als überflüssig, weswegen zu starken Handfeuerwaffen, sowie einem guten Sturmgewehr gegriffen werden sollte, um unnötige Spieltode zu vermeiden.

Design und Gameplay : 5
-Grafisch nur Mittelmaß
Call of Juarez : The Cartel bietet im Gesamteindruck eine mittelmäßige Grafik.
Texturen, Charaktere und das Leveldesign wirkt an vielen Stellen kantig und verwaschen und kann kaum überzeugen.
Negativ fällt der Bloom-Effekt auf, da dieser während des Zielens eine unnötige Unschärfe erzeugt, welcher gänzlich ungünstig erscheint.

-Steuerung (Zielen)
Die Ministick-Steuerung wirkt entweder zu langsam oder überempfindlich, ein gelungenes und angepasstes Mittelmaß sucht man vergebens.
Abhilfe soll die unterstützende Auto-Aim Funktion schaffen, welche aber oftmals das schnelle und präzise Schießen verhindert und unnötigerweise Körperregionen anvisiert, statt direkte Kopftreffer zu ermöglichen.

-Schwierigkeit : Frustration
Oftmals genügen bereits einige Treffer und Ihr seid niedergeschossen.
So liegt es an Euren Kameraden Euch aufzuhelfen. Leider ist Euer Partner vor dem Kugelhagel während der aufhelf-Sequenz nicht geschützt und kann mitunter ebenso niedergeschossen werden, weshalb Ihr die zuvor geleistete Hilfe erwidern solltet.
Wenn Ihr also stahlharte Nerven bewahrt, schießt Ihr Euch durch jede Mission, einschließlich gefühlter hundert Tode.

-Wenn die Ohren anfangen zu bluten...
Ein großer Minuspunkt geht besonders an durchweg schlechte Synchronisation (englische Sprachausgabe) und die fehlerhafte deutsche Übersetzung.
Drei verschiedene Charaktere, welche unterschiedliche Ausdrucksweisen nutzen, wirken oftmals unangemessen und verleihen den Situationen entsprechend oftmals eine beinahe lächerliche Atmosphäre (Latino-, Ghettoslang und einige Bibelzitate gemixt mit vulgären Ausdrücken).



Call of Juarez : The Cartel birgt neben unzähligen Spieltoden und langatmigen Ladezeiten, ebenso jede Menge Frustration. Auftretende Bugs, welche wichtige Scripts zum voranschreiten deaktiviert lassen, verderben und rauben zusätzlich den ohnehin geringen Spielspaß.
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Nun zu euch :
- Wie viele Punkte (1 =Sehr Schlecht - 20=Sehr gut) würdet Ihr dem Spiel geben?
- Einfach einen Kommentar mit Kritikpunkten schreiben (Positiv oder Negativ), ich bin gespannt was Ihr zu sagen habt.

Kommentare :

  1. Oh ja, CoJ The Cartel war wahrlich der (einzige) Tiefpunkt der Serie. (Dabei find' ich den Render-Trailer der GDC 2011 heute noch immer genial) Überraschend flach, aber ich bin dankbar, dass nach "Gunslinger" 2013 wieder die Kurve nach oben verläuft.
    Von allen vier Teilen ist mir aber nach wie vor der erste noch am liebsten. :)

    Schade, dass die Entwickler son Mist in Sachen Updates gemacht haben. Bin mal gespannt, wie sich deren nächsten Projekte so anfühlen (Hellraid, Dying Light). Ich habe schon die kleine Befürchtung, dass es sich dabei um "Dead Island"-Klone handelt...

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    1. Gunslinger war wirklich gut, etwas kurz, aber gut gemacht.
      Dying Light wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein Dead Island Klon. Bei all den Gameplay Trailern kam es mir zumindest so vor.

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