2. Juli 2014

Sniper Elite 3 (Xbox 360) Spieletest Nr.#205



Spieletest Nr.#205

Sniper Elite 3 (Xbox 360)

Die bisherige Gesamtspielzeit beläuft sich auf etwa 8 Spielstunden.


Sniper Elite 3 ist ein 3rd-Person-Shooter.
-Spektakuläre Kill-Cam mit besonderen Verletzungen (Knochenbrüche usw.).
-Mangelnde K.I., Grafikfehler und eine schwankende Performance (niedrige Bildwiederholungsrate).
-Kaum Abwechslung (zerstöre FLAK-Geschütze, Fuhrparks, oder schalte besondere Ziele aus).



Inmitten des zweiten Weltkrieges, versucht der Deutsch Amerikanische Lieutenant Karl Fairburne, ein OSS Officer und trainierter Scharfschütze, die Pläne der Nazis zu verhindern, welche eine geheime Waffe besitzen sollen.
Inmitten von Afrika und der feindlichen Besatzung, muss Fairburne an geheime Informationen beschaffen und möglichst hochrangige Feinde ausschalten.

Sniper Elite 3 - Haltet Euren Atem an und zielt!
-Animationsfehler, welche durch die oftmals unvorteilhafte Physik-Engine entstehen (Körper fliegen bei gelandeten Treffern durch die Luft).
-Ein recht eintöniger und langweiliger Missionsablauf (markieren, ausschalten, Objekte zerstören).
-Levelaufstieg mit freischaltbaren Waffen (z.B. Luger, Lee Enfield usw.).

Das Fazit zu Sniper Elite 3 (Xbox 360)

Während der Kampagne könnt Ihr Eure Waffen anpassen (Zielfernrohr, Lauf usw.).
Mit verschiedenen Angriffszonen könnt Ihr Eure Feinde ausschalten.
Der lautlose Weg erspart Euch unnötige Aufmerksamkeit anderer Feinde.
Verschiedene Bedingungen erhöhen Eure Erfahrungspunkte bei jedem erzielten Abschuss.
Auch diesmal erscheint die X-Ray Sicht während des gezielten Schusses spektakulär mit diversen Verletzungen.
In Afrika müsst Ihr verschiedene Ziele ausschalten, um so voran zu kommen.

Spielspaß : 5-6
-Krieg kann so eintönig sein...
Die Abwechslung in Sniper Elite 3 hält sich durchweg in einem festen Schema zurück.
Geboten werden Euch lediglich identische Abläufe, welche aus Soldaten, ebenso vorgegebenen hochrangigen Zielen ausschalten, sowie dem Fuhrpark oder FLAK-Geschützen zerstören besteht.
Leider offenbart Sniper Elite 3 hierbei die größte Schwäche, nämlich der äußerst schwachen K.I. Eurer Feinde, welche binnen weniger Sekunden munter weiter patrouillieren, obwohl leblose Körper herumliegen.

-Sei ein Geist...oder auch nicht...
Euch stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung, um Eure Feinde effektiv auszuschalten.
So könnt Ihr Sprengfässer zum Explodieren bringen, Drahtminen oder Dynamit auslegen, ebenso im Nahkampf oder mit den verschiedenen Schusswaffen ausschalten.
Um möglichst hohe Erfahrungspunkte mit einem Abschuss zu erzielen, empfiehlt es sich hierbei den Feind zu markieren und anschließend aus einer hohen Distanz, sowie unentdeckter Spielweise zu eliminieren.
Mit dem Levelaufstieg schaltet Ihr neue Waffen frei, welche Euch im Kampf gegen Eure Feinde helfen können.

-Künstliche Intelligenz : In den Weiten des Krieges verschollen...
Die Intelligenz Eurer Feinde erscheint durchweg negativ und mangelhaft.
So patrouillieren diese nach einer kurzen Alarm-Phase weiter, sobald Ihr Euch lange und weit genug in Deckung befindet.
Leblose Körper bleiben auf den Routen liegen und werden somit nicht länger von ihren Kameraden beachtet.
Besonders bei gelandeten, aber nicht-tödlichen Treffern, schlagen diese kurzzeitig Alarm, folgen aber recht schnell ihren Anweisungen weiter, ohne sich realistisch auf die damit entstandene Situation zu verhalten.

-Der Kooperativ-Modus
In Sniper Elite 3 könnt Ihr mit einem Freund (lediglich mit jemandem aus Eurer Freundesliste) den Kooperativ-Modus in der gesamten Kampagne bestreiten.
Hierfür übernehmt Ihr oder Euer Partner, die Rolle des Spotter oder Schützen.
Als Spotter müsst Ihr dem Schützen sämtliche Ziele markieren und könnt ebenso Feinde ausschalten.
Im Gegensatz zum Spotter, besitzt der Scharfschütze als einziger ein Gewehr mit Zielfernrohr, welches ihm Abschüsse auf hohe Distanzen ermöglicht.
Gemeinsam könnt Ihr so mit einer Person aus Eurer Freundesliste die gesamte Kampagne, Missionsziele und Abschüsse bewältigen.

-Die (un)spektakuläre Kill-Cam!
In den Optionen könnt Ihr die Häufigkeit der Kill-Cam reduzieren, oder erhöhen.
Nach einer kurzen Spielzeit empfiehlt sich allerdings das Verringern der Option, da diese ansonsten zu häufig eintritt und dabei wesentlich unspektakulärer erscheint, als sie es eigentlich wäre.
Zwar bietet die Kill-Cam lediglich eine X-Ray Ansicht des Körpers (Knochen, Organe usw.) und dem von Euch verursachten Schaden (z.B. Knochenbrüche/splitter), weswegen hierbei einige interessante Abschüsse entstehen und für einige Stunden Abwechslung sorgen können.

-Die Kriegstagebücher
In Sniper Elite 3 könnt Ihr in den verschiedenen Missionen versteckte Kriegstagebücher finden, welche Euch zusätzliche Erfahrungspunkte einbringen können.
Einige Kriegstagebücher befinden sich zum Teil auf Kisten oder in den Ecken der Häuser, sowie Türmen, weswegen Ihr versuchen solltet diese zu untersuchen.

-Unrealistisch? Check. Lustig? Check.
Die Physik-Engine erscheint durchweg unpassend und oftmals unausgereift.
So geschieht es des Öfteren, dass Eure Feinde vor Mauern oder Wänden stecken bleiben, sobald Ihr diese erschießt oder im Nahkampf ausschaltet.
Hierbei entstehen zappelnde Bewegungen oder gänzlich unrealistische Bewegungen, welche allerhöchstens amüsant erscheinen dürften.
Besonders auf hohen Distanzen und dem Nutzen des Fokus-Modus, fliegen Eure Feinde bei gut platzierten Treffern meterweit durch die Luft.

Design und Gameplay : 6-7

-Ein bisschen Ruckeln, ein bisschen Stottern, bei diesem Titel, das wünsch' ich mir (nicht).
Grafisch erscheint Sniper Elite 3 recht solide und befindet sich im Mittelmaß.
Die Level sind farblich gut abgestimmt, erscheinen aber mit matschigen Texturen, Clipping-Fehlern an diversen Kanten und einer durchweg unsauberen Performance eher negativ, was insbesondere in Zwischensequenzen und einigen Rauchlastigen Missionen auffällt.
Leider laden ebenso einige Texturen nach, weswegen diese des Öfteren verwaschen wirken und den grafischen Eindruck zusätzlich trüben. 

-Macht es Euch nicht unnötig schwer!
Die Schwierigkeit von Sniper Elite 3 liegt in der Spielweise.
So könnt Ihr selbstständig speichern und die Situationen mit den Feinden ausprobieren, um diese möglichst effektiv auszuschalten.
So könnt Ihr ebenfalls mit Fallen und verschiedenen Positionen experimentieren und so entscheiden, wie Ihr letztendlich vorgehen möchtet.
Wer besonders als Geist (unentdeckt) spielen möchte, wird des Öfteren speichern und neuladen müssen, da Ihr recht schnell entdeckt werdet, sobald Ihr zu Nahe an Euren Feinden seid. 

-Die ewig lauten Deutschen...
Während Eure Feinde sämtliche Sätze laut und unpassend betonen (Er ist hier irgendwo?!, Geht euren Pflichten nach!), erwähnt der Protagonist Karl Fairburne lediglich einige wichtig erscheinende Ziele oder nutzbare Möglichkeiten für den Kampf.
So erscheint die Synchronisation (deutsche Sprachausgabe) leider schwach und dürftig in der Betonung, welche sich besonders durch die wiederholende und gleich klingende Stimmlage der Feinde ebenfalls negativ bemerkbar macht.

-Wie präzise ist Sniper Elite 3?

Die Steuerung, ebenso das Schussverhalten sämtlicher Waffen erscheint gut und einfach zu bedienen.
Lediglich die Trefferzone auf höheren Distanzen, per Stick des Controllers zu justieren, erfordert etwas Übung.

Sniper Elite 3 verspricht einen spektakulären Titel als Scharfschütze.
Leider wird durch die mangelnde K.I. lediglich ein mittelmäßiger Shooter mit netten Elementen, wie der Kill-Cam, verschiedenen Trefferzonen und gelegentlichen, aber ungeplanten Lachern durch die Physik-Engine geboten.
Wer einen Technisch ausgereiften und innovativen Titel erwartet, wird womöglich enttäuscht.
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Nun zu euch :
- Wie viele Punkte (1 =Sehr Schlecht - 20=Sehr gut) würdet Ihr dem Spiel geben?
- Einfach einen Kommentar mit Kritikpunkten schreiben (Positiv oder Negativ), ich bin gespannt was Ihr zu sagen habt.

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