20. Oktober 2014

Sacred 3 (Xbox 360) Spieletest Nr.#235



Spieletest Nr.#235

Sacred 3 (Xbox 360)

Die bisherige Gesamtspielzeit beläuft sich auf etwa 8-9 Spielstunden.


Sacred 3 ist ein Hack'n'Slay Adventure.

-Kurze und schlauchförmig aufgebaute Level mit Fallen und jeder Menge Feinden.
-Verschiedene Klassen, samt unterschiedlicher Fähigkeiten (Assassine, Krieger, Paladain usw.).
-Ständig wiederholende Sprüche der Waffengeister und banale Dialoge zwischen den Protagonisten wirken aufgesetzt und recht schnell nervig.


Nachdem Zane, der Herrscher des Reiches Ashen, versucht, mit dem Herz von Ancaria, einem Artefakt, zum Halbgott aufzusteigen und dabei die Tore zur Unterwelt der Dämonen öffnet, stellt sich diesem nun eine Gruppe von Seraphim und anderen Helden in den Weg, um Zane und dessen Pläne endgültig aufzuhalten.


Sacred 3 - Es gibt Dauerprügel für Dämonen und andere Bösewichte!

-Langweilige und monotone Missionsziele (sammle Schlüssel, betätige Schalter X, eliminiere sämtliche Feinde usw.).
-Lediglich 3 Waffen und eine Rüstung für jeden Charakter, ebenso zwei simultan verwendbare Spezialfähigkeiten (LB, RB).
-Aufdringlicher Humor, welcher kaum zu unterhalten weiß.

Das Fazit zu Sacred 3 (Xbox 360)

In jeder Mission erwartet Euch am Ende ein Bossgegner, welche eigene Attacken aufweist.
Die Level in Sacred 3 sind zum Großteil recht kurz und dazu stets linear gehalten.
Jede Klasse bietet eigene Spezialfähigkeiten, wovon aber lediglich zwei gleichzeitig genutzt werden können.
Im Kooperativ-Modus könnt Ihr mit drei weiteren Spielern auf die Jagd gegen Dämonen gehen.
Unmengen an Feinden erwarten Euch, um gnadenlos besiegt zu werden!
In den verschiedenen Level gibt es jede Menge Feinde, ebenso Fallen, welche Euch das Vorankommen erschweren können.

Spielspaß : 4

-Zu viert prügelt es sich wesentlich besser
Sacred 3 bietet Euch einen Vier-Spieler Kooperativ-Modus, welcher durch die verschiedenen Klassen abwechslungsreich erscheint.
Leider entpuppt sich das Gemetzel als unübersichtlich, was besonders bei der Nutzung von mehreren Spezialfähigkeiten deutlich wird.
In Kombination mit den recht kleinen und schlauchförmigen Levelarealen wirkt dieser zum Teil überladen und beengend, wodurch sich der Kooperativ-Modus mit mehreren Spielern nur bedingt empfiehlt.

-Ausrüstung? Brauchen wir nicht!

In Sacred 3 bekommt Ihr aus den Truhen oder von Feinden lediglich Goldstücke, welche zum verbessern von Fähigkeiten verwendet werden kann.
Die ausschließlich drei Waffen, ebenso eine Rüstung für jeden Charakter, erhaltet Ihr im Verlauf der Missionen.
Diese können ebenfalls mit dem erbeuteten Gold verstärkt werden, wodurch sich diese leicht in der Optik verändern.
Sobald Ihr die höheren Schwierigkeitsgrade absolviert, schaltet Ihr zudem einen höheren Level der jeweiligen Level frei, welche wesentlich mehr Schaden anrichten können.

-Like the old times...

Sacred 3 wirkt zum Großteil auf das Arcade-Spielprinzip vergangener Tage konzipiert.
Besonders auffällig werden hierbei Ähnlichkeiten zu bekannten Spielen (Gauntlet), welche das Hack'n'Slay Szenario, samt Arcade-Spielprinzip vorgemacht haben.
Leider wirkt dies bei Sacred 3 völlig verunstaltet, besonders durch die recht kurze Spieldauer der Level (einige dauern weniger als eine Minute), ebenso die beinahe irrelevanten Missionsziele, welche sich stets auf das öffnen von Türen, aktivieren von Schaltern oder vernichten von sämtlichen Feinden, ebenso dem letzten Bossgegner beschränken.

-Wenn die Schallplatte springt...

Die ständig wiederholenden und dabei äußerst merkwürdig erscheinenden Sprüche der Waffengeister und Erzählerhelden wirken bereits nach wenigen Minuten völlig daneben bis nervtötend.
So wiederholen die Waffengeister (Bonus Fähigkeiten) während des Kampfes mit einigen wenigen Dialogen, welche zudem nicht abschaltbar sind, Eure Aktionen und versuchen hierbei eine Portion Humor in das Spielvergnügen zu bringen.
Leider gelingt dies Sacred 3 von Beginn an nicht so recht, weshalb dies zu einem großen Störfaktor während der gesamten Missionen werden kann.

-Power Rangers oder doch Superhelden?

Das Charakter-Design in Sacred 3 erinnert an einen Ausflug in einen Kostümladen.
So zeigt sich Euer Assassine in einem Latex-ähnlichen Outfit, samt schwarzer Flügel, ebenso sämtliche Frisuren der weiteren Charaktere, welche zum Teil an Manga oder Anime-Serien erinnern.
Zwar verändern sich die Outfits/Rüstungen Eurer Charaktere mit der freigeschalteten Stufe, fallen hierbei aber ebenso wenig positiv auf. 

-Fallen soweit das Auge und die Lebensenergie reicht

Die Levelgestaltung von Sacred 3 erscheint durchweg beengt, schlauchförmig und oftmals unfair, was besonders im späteren Verlauf deutlich auffällt.
So sind hierbei zum Teil Unmengen an Fallen (Explosionen, herabfallende Steine, Energiewellen usw.) vorhanden, sodass dies in Kombination mit betäubendem Beschuss äußerst frustrierend wirken kann.

-Die nützlichen Waffengeister (welche nie den Mund halten)

In Sacred 3 stehen Euch verschiedene Waffengeister zur Verfügung (Gladiator, Vampirin, Dämonin, Zwerg, Drache usw.), welche allesamt verschiedene Boni auf Eure Angriffe oder der Gewinnung von Lebensenergie und Spezialenergie liefern können.
So verbessert sich Eure Regeneration, während Ihr Heilobjekte einsammelt, ebenso werden Elemente wie Blitz oder Feuer auf Eure Angriffe gelegt, welche zusätzlichen Schaden bei Euren Feinden anrichten können.
Negativ fallen hierbei die ständigen Dialoge während des Kampfes auf, welche zum Teil aus wiederholenden Sätzen oder Wörtern besteht. 

Design und Gameplay : 7

-Optisch gelungen, aber...
Grafisch kann Sacred 3 mit gut gestalteten Arealen überzeugen, welche viele Details, sowie tolle Licht- und Schatteneffekte bieten.
Leider wurden die Level zum Teil schlauchförmig und dazu recht kurz gehalten, weswegen diese keinerlei Platz für Erkundungen oder Besonderheiten enthalten, welche sich anbieten würden.
So metzelt Ihr Euch durch enge und kurze Levelabschnitte, welche von Fallen und Feinden übersät sind. 

-Dauerprügel per Knopfdruck

Die Steuerung von Sacred 3 erscheint durchweg gelungen.
Sämtliche Angriffe können bequem per Tastendruck aktiviert werden, ebenso werden austauschbare Fähigkeiten (Ausweichen, Block) angeboten.
Zwar könnt Ihr lediglich zwei Spezialfähigkeiten mit Euch führen (LB, RB), ebenso einen normalen, sowie Betäubungsangriff nutzen, dennoch funktioniert dieses Prinzip durch seine simple Art.

-Zwischen leicht und leicht schwer...oder so...

Die Schwierigkeitsgrade bei Sacred 3 unterscheiden sich in der Herausforderung zum Teil kaum.
Lediglich an einigen wenigen Stellen macht sich der erhöhte Schaden Eurer Feinde bemerkbar.
Dennoch stellen diese selten eine erhöhte Herausforderung dar, weshalb Sacred 3 direkt auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad gestartet werden kann.
Erst nachdem Ihr sämtliche Story-Missionen abgeschlossen habt, schaltet Ihr einen weiteren Schwierigkeitsgrad (Göttlich) frei, welcher durch Feinde verursachten Schaden, äußerst fordernd erscheint.
Diese passen sich nämlich Eurem Level an, wodurch dieser im Alleingang unmöglich wird und hierbei der Vier-Spieler Kooperativ-Modus zu empfehlen ist.

-Musik ist gut für die Seele

Musikalisch bietet Sacred 3 eine recht gelungene Abwechslung zu den ständigen Dialogen der Sprecher-Helden, ebenso der Eurer Waffengeister.
So ertönen in den verschiedenen Gebieten unterschiedliche Melodien, sowie Musikstücke während der Bosskämpfe.

-Eine Qual für die Ohren

Die Synchronisation von Sacred 3 erweckt von Beginn an einen negativen Eindruck (Deutsch, sowie Englisch), welcher besonders durch wiederholende und zum Teil der krampfhaften Versuche wegen etwas Humor in das sonst recht langweilige Spielprinzip zu bringen, entsteht.
So quält Ihr Euch mit banalen und deplatzierten Witzen, welche oftmals nichts mit der gegenwärtigen Situation zutun haben, ebenso dem permanenten Dialog Eurer Waffengeister.



Sacred 3 erweckt den Eindruck einen Klon von Gauntlet kreiert zu haben, welcher sich im Aufbau der Level, dem Spielprinzip und anderen Dingen stark zu ähneln scheint.
Leider rauben ständig wiederholende Sprüche, Dialoge zwischen den Helden, dem Titel sämtlichen Spielspaß, welcher ohnehin stark getrübt erscheint.
So metzelt Ihr Euch von Level zu Level, ohne Abwechslung oder Herausforderung, da sich diese selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad kaum unterscheidet.
___________________________________________________________
Nun zu euch :
- Wie viele Punkte (1 =Sehr Schlecht - 20=Sehr gut) würdet Ihr dem Spiel geben?
- Einfach einen Kommentar mit Kritikpunkten schreiben (Positiv oder Negativ), ich bin gespannt was Ihr zu sagen habt.

Kommentare :

  1. Zusammen mit Freunden auf der Couch find ich Sacred ja recht Lustig, aber diese Sprüche und der Pseudo-Humor sind echt zum Fremdschämen. Vorallen der Singende Waffengeist ist die Hölle ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das war ehrlich gesagt einer der negativsten Punkte an der gesamten Bewertung.
      Ich nahm an die Sprache zu ändern würde ausreichen, aber leider bleibt der Humor und die Dauerquasselei in der englischen Sprache unerträglich.

      Löschen

Hat Dir der Artikel gefallen? Lass es mich wissen und gib deine persönliche Punktezahl ab.
-Folge mir einfach und verpasse so keine neuen Posts-